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Nähen für mich

Gemütliches Outfit – So fühle ich mich zu Hause wohl

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Gehört ihr auch zu den Mädels, die so selbstbewusst sind und Leggings in ihr Alltags-Outfit integrieren? Ich finde das kann wunderbar toll aussehen, wenn man weiß, wie man sie kombinieren muss… Ich bin allerdings der Ansicht, dass nur die wenigsten diese Kunst beherrschen. : ) Das Ding ist doch, dass wir alle nicht mehr 12 Jahre alt sind. ; ) Leggings Tragen heißt ja auch zeigen was man hat, vor allem, wenn die dazugehörigen Oberteile in der Länge eher knapp ausfallen… Daher gehört auch jede Menge Mut dazu oder falsche Körperwahrnehmung, vor allem wenn das, was man in ihnen offenbart, nicht immer dem klassischen Schönheitsideal entspricht…

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Also, ich zähle mich definitiv nicht (mehr) zu den Mädels, die Leggings in der Öffentlichkeit tragen sollten. Ich wöllte das auch gar nicht. Ich brauch hinten rum einfach mehr Halt. ; ) Naja, mit meinen Beinen und meinem Po hatte ich schon immer so meine Probleme… Mein Freund sagt dazu nur, dass ich spinne! : ) Wie auch immer, meine Schwangerschaft vor über 2 Jahren hat auf jeden Fall nicht zum Anstieg meines Wohlbefindens diesbezüglich beigetragen. ; )

Wo ich aber sehr gern Leggings trage, ist zu Hause. Eingekuschelt in meine 4 Wände fühle ich mich dann auch wohl dabei – sei es auf dem Sofa, beim Haushaltsputz, beim Spielen mit meinem Sohnemann oder natürlich auch beim Nähen! Ich traue mir auch durchaus zu, mal den Müll in diesem zarten Beinkleid rauszubringen. : )

Für meine ersten Leggings überhaupt habe ich das kostenlose Schnittmuster von CUT – Leute machen Kleider verwendet. Es besteht aus nur einem Schnittteil, sodass sowohl das Zuschneiden des Papier-Schnittes als auch des Stoffes zügig von der Hand geht. Genäht sind die Leggings dann mindestens genauso schnell. Zuletzt noch alle offenen Enden 2 cm umgeklappt, mit der Zwillingsnadel abgesteppt – fertig! Ach Halt, ich habe noch ein schmales Gummiband für den optimalen Sitz eingezogen.

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Den Schwanen-Stoff habe ich übrigens wieder mal bei The Sweet Mercerie online geshoppt. Der von mir verwendete Jersey ist mit nur 3 % Elastan vielleicht nicht der am besten geeignetste für Leggings, aber wie gesagt, für Zuhause passt’s schon. : ) Eventuell sollte ich noch erwähnen, dass ich eine Größe L genäht habe (obwohl ich untenrum sonst eine Größe M trage), aber die angegebene Maßtabelle ist halt nicht gerade gnädig. ; )

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Da es in diesem Blogpost ja um ein komplettes Wohlfühl-Outfit für Zuhause gehen soll, darf natürlich auch ein gemütlicher Cardigan nicht fehlen. Vor einiger Zeit habe ich auf dem Blog von der lieben Andrea von Anlukaa einen tollen Post entdeckt. In diesem zeigt sie gleich 4 verschiedene Jacken, die alle aus einem Schnitt entstanden sind – eine schöner als die andere! So eine wollte ich auch!!! Das Schnittmuster findet ihr bei Verflixt & Zugenäht als Freebook – also schon wieder kostenlos. : )

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Ich habe den Cardigan in Größe M genäht. Ich habe ihn (wie auch Andrea von Anlukaa in ihren gezeigten Designs) um ca. 20 cm verlängert, damit er schön locker fällt und ich mich besser hineinmummeln kann. Ihr müsst unbedingt bei den Ärmeln aufpassen. Sie sind viiieeel zu schmal im Schnittmuster eingezeichnet. Ich habe sie bereits um 5 cm verbreitert, dennoch sind sie immer noch ein wenig zu eng. Ich muss also etwas wurschteln, wenn ich noch ein Shirt mit Ärmeln darunterziehen möchte. Ich habe sie außerdem um ca. 10 cm verlängert.

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Für meinen Cardigan habe ich einen mittelschweren Strickstoff in Schwarz-Weiß gewählt. Der musste unbedingt versäubert werden. Dies habe ich mit einem elastischen Schrägband getan. Dabei habe ich über 3 Meter verbraucht!!! Und, ich sage euch: Ich bin überhaupt KEIN Freund von Schrägband. Ich tu mich wahnsinnig schwer damit dieses ordentlich (meinen doch sehr hohen Ansprüchen genügend) anzubringen. Diese 3 Meter haben mir fast den Verstand geraubt. Das liegt wohl daran, dass ich für meine einfache Viktoria-Nähmaschine genau nur 1 Nähfuß habe und der – oh Wunder – scheinbar nicht für alles zu funktionieren scheint. Jedenfalls habe ich beim Annähen öfters mal die hintere Seite des Schrägbands nicht erwischt und damit war es an einigen Stellen quasi lose. Ich musste also nochmal Hand anlegen – wortwörtlich! Nee, also das mach ich nicht noch mal. Ich bin definitiv eher der Bündchentyp! : ) Bei den Ärmeln habe ich es mir dann leicht gemacht und die Enden einfach 2 cm eingeschlagen und mal wieder mit der Zwillingsnadel festgesteppt.

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Mein Wohlfühloutfit wird durch die Madita von Hedi komplett, ein Fledermausshirt mit einer lässigen Passform und tollem U-Boot-Ausschnitt. Ehrlicher Weise ist mir die Madita für den Alltag fast schon zu lässig und sportlich, um sie zum Beispiel auf Arbeit anzuziehen oder damit Essen zu gehen. Irgendwie habe ich auch das Gefühl als wären meine Brüste in dem Shirt geschrumpft. Auf den Fotos nimmt man sie kaum wahr, dafür meinen Bauch umso mehr. ; ) Vielleicht muss ich das nächste Mal einfach einen anderen Stoff ausprobieren.

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Als Shirt für Zuhause ist die Madita eine hervorragende Option, weil man sich in ihr tatsächlich rund um wohlfühlt. Am liebsten trage ich sie aber beim Yoga. Die Fledermausärmel lassen viel Bewegungsfreiheit und das Bauchbündchen sorgt dafür, dass alles an Ort und Stelle bleibt und der Bauch nicht herausplumpst. : ) Auch am Dekoletté liegt alles gut an, sodass kein anderer von oben nach unten durchluken kann. Das hat man dem schönen U-Boot-Ausschnitt zu verdanken. Hierfür habe ich einen dünnen Bündchenstreifen aus dem selben Stoff verwendet. Die Arme haben jeweils ein 17 cm breites Bündchen bekommen und der Saum ein Bündchen mit 9 cm fertiger Breite. Genäht habe ich es in Größe 36, wobei mir im Bauchbereich auch eine Größe 38 gut getan hätte. : )

Den anthrazit-rosa-melierten Jersey habe ich auch von The Sweet Mercerie. Ich finde er trägt sich toll und ist dabei sooo günstig…

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Leggings von CUT – Leute machen Kleider (0,00 €)  /  blauer Jersey: The Sweet Mercerie (6,90 €)  /  blaues Garn: aus einem örtlichen Stoffladen (2,40 €), gibt’s ähnlich hier zu kaufen  /  Gummiband: aus einem örtlichen Stoffladen (1,20 €), ähnlich hier

>>> Gesamtkosten: 10,50 €

Cardigan von Verflixt & Zugenäht (0,00 €)  /  schwarz-weißer Strickstoff: aus einem örtlichen Stoffladen (21,98 €), aber ähnlich hier oder hier  /  schwarzes Garn: aus einem örtlichen Stoffladen (2,40 €), gibt’s ähnlich hier zu kaufen  /  elastisches Schrägband: aus einem örtlichen Stoffladen (3,60 €), ähnlich hier

>>> Gesamtkosten: 27,98 €

Madita von Hedi (5,90 €)  /  anthrazit-melierter Jersey: The Sweet Mercerie (5,90 €)

>>> Gesamtkosten: 11,80 €

Alle Verlinkungen auf die in diesem Blogpost genannten Produkte oder Online-Shops habe ich lediglich für euch als Inspiration und Hilfe gesetzt. Es sind keine Affiliate-Links. Ich werde von niemandem dafür bezahlt und habe auch keine Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen.

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Habt ihr eigentlich auch so ein „Ritual“, wenn ihr z. B. von der Arbeit nach Hause kommt und wisst, dass ihr das Haus nicht mehr verlassen müsst? Also ich schon… Ich reiße mir immer als erstes meine Jeans vom Leibe und schlüpfe in ein Wohlfühl-Outfit. Vorher entledige ich mich natürlich meines BHs ; ) und dann gibt’s noch nen verwurschtelten Dutt on Top. Meine Haare trage ich zu Hause immer geschlossen. Da kann ich es gar nicht leiden, wenn sie mir im Gesicht hängen! Beim Spielen mit meinem Sohn ist das sowieso unerlässlich. Er liebt es an den Haaren zu ziehen und findet es dazu – im Gegensatz zur mir – noch sehr lustig!

So Mädels, nun aber ab zu RUMS…

Alles Liebe und bis zum nächsten Mal,

Blogpost_Unterschrift_Lydia

hallo

Dieser Post ist hier verlinkt: RUMS, Seasonal Sewing

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6 Comments

  • Reply Julia

    Liebe Lydia,
    na du bist ja wirklich sehr selbstkritisch mit dir und deiner Figur! Ich finde dein Outfit steht dir super gut! Und wenn du mich fragst, kannst du alle Teile auch auf der Straße tragen! Miteinander kombiniert tatsächlich eher ein Wohlfühloutfit für zu Hause. Aber einzeln, z.b. auch die Leggings mit einem Longtop, das etwas weiter geschnitten ist, mag ich auch bei Frauen gerne! 😉 Auch den fehlenden Busen und dafür auffallenden Bauch kann ich auf den Fotos jetzt nicht als unpassend oder auffällig ausmachen!
    Ich wünsche dir viel Spaß mit deinen neuen Klamöttchen… und ein bisschen weniger Selbstkritik darfst du dir auch gönnen! 🙂
    Liebe Grüße
    Julia

    19. Mai 2016 at 10:14
    • Reply Those Lovely Things

      Liebe Julia, du hast ja Recht. : ) Manchmal denke ich aber noch an die Zeit vor der Schwangerschaft zurück, als ich noch 8 kg weniger hatte. Ich weiß also, dass ich durchaus noch etwas definierter aussehen könnte. ; ) Die Fotos mit viel Bauch und ohne Busen habe ich euch vorenthalten… : )

      20. Mai 2016 at 07:46
  • Reply Dani

    Hallo Lydia! Ich finde deinen Cardigan wunderschön! Ich möchte mir jetzt auch so einen nähen, am liebsten sofort auf der Stelle! 🙂 Das kostenlose Schnittmuster dafür kannte ich schon, nur sieht dein Cardigan ganz anders, also schöner aus. Hast du was am Schnitt verändert? Bei dir „schlabbern“ die vorderen Seiten nicht so rum 🙂
    Ach und deinen Blog finde ich auch ganz zauberhaft!
    Viele Grüße
    Dani

    19. Mai 2016 at 17:12
  • Reply Kerstin

    Toll aufgelistet und beschrieben. Ich bin auch ein Wohlfühlklamottentyp. Ich muss mir zu Hause auch immer sofort was bequemes anziehen. Leggins zu Hause passt, in der Öffentlichkeit finde ich es auch manchmal etwas „tough“, was man da zu sehen bekommt. Jetzt hast Du mich mit der Madita sehr neugierig gemacht, ich möchte mir nämlich auch ein Shirt fürs Yoga nähen, kann mich nur nicht auf einen Schnitt einigen.
    Tolles Outfit und das Einfassen der Jacke hat sich gelohnt, das macht irgendwie richtig was her.
    LG
    Kerstin

    19. Mai 2016 at 21:50
    • Reply Those Lovely Things

      Liebe Kerstin, „tough“ beschreibt die Situation ziemlich gut. ; ) Ich finde die Madita sehr gut geeignet als Yogashirt. Welche anderen Oberteile hast du denn noch dafür auf dem Schirm?

      20. Mai 2016 at 07:50

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